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Kreuzzüge

Als Kreuzzüge werden eine Reihe von Kriegen zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert bezeichnet, welche die christlichen Länder Europas vor allem im Nahen Osten führten. Die Rückeroberung der heiligen Stätten in Jerusalem und der Schutz für christliche Pilger waren die offiziellen Hauptziele der Kreuzzüge. Nicht zuletzt waren diese Kriege jedoch auch wirtschaftlich und strategisch motiviert.

Zur Verteidigung der heiligen Stätten gründeten sich geistliche Ritterorden. Deren Ritter folgten vielfach den mönchischen Ordensregeln von Keuschheit, Armut und Gehorsamkeit. Wie Ritter bauten sie jedoch auch Burgen und errichteten Kreuzfahrerstaaten.

Die einzelnen Kreuzritter waren angetrieben vom Sündenerlass, den man durch einen Kreuzzug erhalten konnte und von der Vorstellung Heiden, die noch nicht an Christus glaubten, zu missionieren und damit ein gutes Werk zu vollbringen. 

Konfession

Eine bestimmte Ausrichtung einer (christlichen) Religion, die sich durch eigene Lehre und religiöse Praktiken von anderen Ausrichtungen unterscheidet: Die evangelische Kirche ist zum Beispiel eine Konfession innerhalb der christlichen Religion.

Kriegskommunismus

Als Kriegskommunismus wird die sowjetrussische Wirtschaftspolitik in der Zeit des Bürgerkriegs von 1918 bis 1921 bezeichnet. Dabei wurden alle Ressourcen dem Aufbau der Roten Armee zur Verfügung gestellt. Oftmals wurden dabei die Vorräte in den Dörfern auch rücksichtslos geplündert. Hinzu kamen harte Maßnahmen zur Einführung eines kommunistischen Wirtschaftsmodells: Die Revolutionäre wollten den freien Handel abschaffen, die Unternehmen verstaatlichen, jegliches Privateigentum an Produktionsmitteln (Fabriken, Maschinen, Rohstoffen usw.) beseitigen und das Geld abschaffen.
Die Folge dieser Maßnahmen war eine schwere Wirtschafts- und Versorgungskrise.

Kalter Krieg

Als Kalten Krieg bezeichnet man die Auseinandersetzung zwischen 'der westlichen Welt' (unter Führung der USA) und dem Ostblock (unter Vorherrschaft der UdSSR), der zwischen etwa 1947 und 1989 stattfand.

Dabei ging es auch um den Systemkonflikt zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Man spricht von einem Kalten Krieg, da die beiden Hauptakteure letztlich nie einen offenen militärischen Krieg gegeneinander führten. Wohl aber entstand ein Wettstreit in anderen Bereichen, wie (atomares) Wettrüsten, der Wettlauf ins All und nicht zuletzt Stellvertreterkriege in anderen Ländern (Korea, Vietnam).

KPdSU

Kommunistische Partei der Sowjetunion: Den Namen erhielt die Partei der sowjetischen Kommunisten im Jahr 1952. Zuvor hatte sich die Partei Lenins und seiner Bolschewiki mehrfach umbenannt. Sie hieß in den Jahren der Revolution noch "Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (Bolschewiki)" und später "Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)". 1925 wurde sie in "Kommunistische Allunions-Partei (Bolschewiki)" umbenannt.
Die KPdSU wurde 1991 auf dem Gebiet Russlands verboten, nachdem einige ihrer Funktionäre einen Putsch gegen den letzten Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow und seine Reformkräfte für mehr Freiheit angezettelt hatten. Der Putsch scheiterte und die Kommunistische Partei wurde verboten. Heute existiert in Russland wieder eine Kommunistische Partei, die KPRF (Kommunistische Partei der Russischen Föderation).

Kazachische SSR

Gemeint ist die Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik. Sieh dir hier das Gebiet dieser Republik an.

Fünfte Kolonne

Gruppe von Gegnern in den eigenen Reihen, die spionieren oder Anschläge für eine auswärtige Macht begehen. Die Bezeichnung stammt aus dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939), in dem sich Anhänger einer demokratischen Republik und einer rechtsgerichteten Militärdiktatur gegenüberstanden. Einer der Anführer des Militärs hatte gesagt, dass es vier Kolonnen geben werde, die nach Madrid marschieren würden, um die republikanische Regierung zu stürzen; die fünfte Kolonne aber seien die in Madrid untergetauchten Gegner der Republik. Diese würden den Aufstand gegen die Regierung der Republik anführen.

Konfession

religiöse Glaubensrichtung

Kolchose

Kolchosen waren riesige landwirtschaftliche Betriebe in der Sowjetunion. Sie waren offiziell Genossenschaften, d.h. die dort arbeitenden Menschen verwalteten den Betrieb eigenständig. Die Sowjetführung nahm aber über die, von der Kommunistischen Partei eingesetzte Kolchosenleitung starken Einfluss auf die Kolchosen.

Kolonisten

Siedler; Angehörige der Gruppe, die in ein bestimmtes Gebiet gekommen sind und sich dort niedergelassen haben

Kollaboration

Zusammenarbeit mit dem Feind. Das Wort wird oftmals in Kriegs- und Besatzungszeiten verwendet. Die Zusammenarbeit kann offen oder heimlich erfolgen. Kollaborateure werden als Verräter angesehen und bei Entdeckung ihrer Taten schwer bestraft.

Kosacki

Foto eines sibirischen Kosaken (Ende 19. Jahrhundert)

Schreibt sich heute Kosake
Die Kosaken waren besondere Reitereinheiten des russischen Heeres. Sie wählten ihre eigenen Anführer und unterstanden nur bedingt der russischen Militärführung. Als leichte Kavallerie waren sie durch ihre Schnelligkeit besonders gut für Erkundungen und Überfälle geeignet. Für das sich aus Russland nur langsam zurückziehende französischen Heer waren die blitzartigen Kosakenüberfälle eine ständige Bedrohung.