Für seine Verdienste um Westberlin wurde Ernst Reuter nach seinem Tod 1953 diese Büste errichtet errichtet.
Brodde, Deutsches Bundesarchiv
Ernst Reuter-Büste in Berlin
CC 3.0 BY-SA
Ernst Reuter (rechts) auf einem Foto von 1953 im Gespräch mit dem Berliner Polizeichef Erich Duensing
Zur Berlinblockade: Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Zusätzlich dazu erhielt aber jede Siegermacht eine Anteil von Berlin. Berlin selbst war aber vollständig umgeben von der sowjetischen Besatzungszone. Als die Differenzen zwischen der Sowjetunion und den westlichen Mächten in der Nachkriegszeit immer stärker wurden, machte sich die Sowjetunion diesen Umstand zunutze und schnitt die westlichen Teile Berlins am 24. Juni 1948 komplett von der Außenwelt ab. Auf dem Landweg kam niemand mehr herein und heraus und der Gütertransport kam völlig zum erliegen.
Tobias Arendt, Institut für digitales Lernen, auf Basis von W-j-s, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deutschland_Besatzungszonen_1945.png
Deutschland Besatzungszonen 1945
CC 4.0 BY-SA
Die Westmächte reagierten auf diese Blockade mit einer Luftbrücke. Alle Güter, die Westberlin dringend benötigte (vor allem Nahrungsmittel), wurden mit Flugzeugen aus den westdeutschen Besatzungszonen eingeflogen. Die Berliner nannten diese Flugzeuge 'Rosinenbomber'. Hier siehst du ein amerikanisches Transportflugzeug im Anflug auf den Flughafen Tempelhof. Das Foto stammt von 1948.
Die Luftbrücke verhinderte den wirtschaftlichen Zusammenbruch Westberlins. Als die Sowjets das erkannten, hatten sie nur zwei Möglichkeiten: militärisch einzugreifen (die Flugzeuge abzuschießen und die Stadt zu besetzen), was einen Krieg ausgelöst hätte oder die Blockade zu beenden. Sie entschieden sich für letzteres und gaben am 12. Mai 1949 die Verkehrswege nach Westberlin wieder frei. Am Tempelhofer Flughafen wurde 1951 dieses Denkmal zur Erinnerung an die Luftbrücke errichtet.