Maria Pawlowna in Weimar

Im Bild ist die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Weimarer Friedhof zu sehen: Sie ist durch einen unterirdischen Gang mit der Weimarer Fürstengruft verbunden. In diesem Gang liegen die Särge von Maria Pawlowna und Carl-Friedrich. Bis heute wird die Kirche von der russisch-orthodoxen Gemeinde für Gottesdienste genutzt.
Dies ist ein Abbild der Büste des Komponisten Johann Nepomuk Hummel hinter dem Weimarer Nationaltheater. Hummel war Maria Pawlownas erster großer Coup bei der Besetzung des Postens des Hofkapellmeisters.
Sein Nachfolger war aber noch sensationeller. Franz Liszt (1811-1886) war ein Superstar, der auf seinen Europatourneen das Publikum begeisterte. Das dieses Klaviergenie sich im beschaulichen Weimar niederließ war sicher eine Sensation. Einer der Gründe mag gewesen sein, dass Liszt damals in einer 'skandalösen' Beziehung mit der polnischen Adeligen Carolyne zu Sayn-Wittgenstein lebte. Diese lebte getrennt von ihrem eigentlichen Mann (einem deutschen Adeligen) mit Liszt zusammen. Maria Pawlowna tolerierte die Beziehung und ließ die beiden Unverheirateten zusammen in Liszts Weimarer Haus wohnen.
Henri Lehmann (1814-1882)
Portrait von Franz Liszt (1811-1886)
PD
An diese beiden denkt man vor allem, wenn man den Begriff 'Weimarer Klassik' hört: Goethe und Schiller als Denkmal vor dem Weimarer Nationaltheater. Die beiden Dichter wurden schon vor Maria Pawlownas Ankunft nach Weimar geholt. Es bestand aber ein reger Kontakt und wohl auch gegenseitige Anerkennung zwischen ihr und den Dichtern.