Galerie: Der Deutsche Ritterorden

Ein deutscher Ritter von heute: Dieser Mann stellt auf einem Mittelalterfest einen Ritter des Deutschen Ordens nach. Das schwarze Kreuz auf weißem Grund war das Wappen des Ordens.
Die größte Burg des Deutschen Ordens kann man noch heute im polnischen Malbork (deutsch: Marienburg) besichtigen. In der Nähe der Mündung der Weichsel in die Ostsee errichteten die Ritter diese riesige Burganlage. Hier hatten bis zum Ende des Mittelalters die Großmeister des Ordens ihren Sitz.
Einer der frühen Großmeister des Ordens: Hermann von Salza. Unter ihm begannen die Deutschritter ihre Eroberungen an der Ostseeküste. Die Darstellung stammt aus dem 16. Jahrhundert. Rüstung und Kopfbedeckung des Großmeisters sind deshalb auch nicht wirklich mittelalterlich.
Der deutsche Kaiser beauftragt den Deutschen Orden mit der Missionierung der Ostseeküste. Er verleiht ihm das Recht, dort das Land in Besitz zu nehmen und Burgen zu bauen. Die Zeichnung stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Die Karte zeigt die Kreuzzüge des Deutschen Ordens und das von ihm eroberte Land. Die roten Pfeile zeigen die Kreuzzüge des 'Schwertbrüderordens', eines weiteren deutschen Kreuzfahrerordens, der Teile des Baltikums eroberte. Dieser Orden wurde allerdings 1237 mit dem Deutsche Orden vereinigt, womit auch seine Eroberungen an den Deutschen Orden fielen.
Der Blick von der anderen Seite: Diese polnische Darstellung aus dem 19. Jahrhundert mit dem Titel 'Die Deutschen Ritter in Polen', zeigt die Ritter als mordende und frauenentführende Plünderer.
Obwohl die polnischen Herzöge anfangs mit der Missionierung der Stämme an ihrer Grenze einverstanden waren, gerieten sie mit dem schnell immer mächtiger werdenden Ordensstaat doch bald in Konflikt. Während des Mittelalters kam es zu mehreren Kriegszügen und Schlachten zwischen dem Ordensstaat und seinen Nachbarn Polen und Litauen.
Wojciech Gerson (1831-1901)
The Teutonic Knights in Poland (Captive)
PD