8.1 Anders deutsch: Russlanddeutsche Erfahrungen und Identitäten

Man muss die nationalen Brillen absetzen...

Man muss die nationalen Brillen absetzen...

Oft werden die Russlanddeutschen von der einheimischen deutschen Bevölkerung gesehen wie andere Einwanderer, die nach Deutschland kommen. Ich frage mich, was die Russlanddeutschen von anderen Einwanderern unterscheidet? Was bedeuten die Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, für die deutsche Gesellschaft, für Russland und für Europa?

1. Russlanddeutsche – Menschen mit besonderen Erfahrungen

Russlanddeutsche: Meister der Anpassung? ('to adapt' = engl. 'sich anpassen')

Was ist die Besonderheit der Russlanddeutschen? Sie haben Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturen gesammelt, weil sie ihre Heimat verlassen haben oder ihre Lebensorte unter Zwang wechseln mussten. Ursprünglich hatten sie sich auf den Weg gemacht, weil sie ein besseres Leben suchten. Sie nahmen im 18. Jahrhundert ihre Sprache, ihre Gewohnheiten, ihre Eigenschaften und Werte nach Russland mit.

Schon seit dem späten 19. Jahrhundert wurden die Russlanddeutschen immer öfter angefeindet, weil sie eben keine Russen waren und deshalb verdächtig erschienen. Ihre Kultur haben sie daher immer öfter verstecken müssen. Sie wurde wie in eine Kapsel eingeschlossen. Und der Kern dieser Kapsel war der Umgang von Eltern mit ihren Kindern: Die Mütter gaben z. B. ihre Sprache an die Kinder weiter, wenn sie deutsche Lieder sangen oder etwas vorlasen. Das blieb auch in den ganzen harten Zeiten der Verfolgung und Deportation so.

Seit den späten 1980er Jahren kamen viele Russlanddeutsche in das Land ihrer Ahnen zurück. Dieses Land aber hat sich grundlegend gewandelt: Im Deutschland von heute lernt niemand mehr Deutsch mit der Bibel Martin Luthers. Das Deutschland von heute ist weltoffen, kulturell gemischt und garantiert allen Religionen ihre Freiheit. Die deutschen Rückkehrer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion mussten sich also erneut mit neuen Lebensgewohnheiten der Menschen ihrer Umgebung auseinandersetzen, sich auch anpassen und in ein neues Leben finden.

Darstellung 1

Menschengruppen als 'Völker', 'Nationen', 'Klassen', 'Mannschaften', 'Vereine' ... – Was soll das?

Menschen leben nicht allein. Sie schaffen sich Gemeinschaften, zu denen sie gehören wollen. Das hat Vor- und Nachteile.

Vorteile: Wenn man einer Gruppe angehört, gewinnt man Freunde. Man kann sich über gemeinsame Eigenschaften und Erfahrungen austauschen und von anderen Gruppen abgrenzen. Das alles verschafft Menschen das gute Gefühl, irgendwo 'dazuzugehören'.

Nachteile: Manchmal werden Menschen aber auch gezwungen, einer bestimmten Gruppe anzugehören und sich zu ihr zu bekennen. Oder sie werden mit Zwang oder Gewalt aus bestimmten Gruppen entfernt. In Diktaturen ist dies immer wieder der Fall. Alleinherrscher, die ihre Macht sichern wollen, schaffen z.B. Parteien oder andere Gruppen, zu denen nur ausgewählte Menschen zugelassen werden. Dazu müssen sie sich beispielsweise zur Ideologie der Herrschenden bekannt haben. Oder sie müssen einer bestimmten Volksgruppe oder sozialen Schicht angehören. (In kommunistischen Diktaturen war es etwa die Zugehörigkeit zur sogenannten Arbeiterklasse, die Menschen Vorteile verschaffte. Im Nationalsozialismus wurden in Deutschland Menschen jüdischen Glaubens zur Gruppe der 'Juden' zusammengefasst und vom normalen Leben im Staat völlig ausgeschlossen.)

Marcus Ventzke, Institut für digitales Lernen

Aufgabe 1

  1. Beschreibe ein Beispiel für eine Gruppe von Menschen, der du angehörst.
    Welche Vorteile hat es, dieser Gruppe anzugehören?
    Welche Nachteile hat es, dieser Gruppe anzugehören?
  2. Äußere Deine Meinung zur deutschen Nation.

2. Was ist russlanddeutsche Identität heute in Deutschland?

Wenn du denkst, diese Frage ließe sich leicht und eindeutig beantworten, haben wir als Autoren in Kapitel 3 etwas falsch gemacht. Aber auch wenn man auf diese Frage nicht die eine Antwort finden kann, lohnt es sich doch, einmal darüber nachzudenken. Ich werde in ein paar Vorschläge machen, woraus sich russlanddeutsche Identität heute zusammensetzen könnte.

Wie schwer es sein kann, wirklich als deutsch anerkannt zu werden, haben wir in Kapitel 2.1 gezeigt.
Günther Herrler, Institut für digitales Lernen
Typisch deutsch!, Header Mentalität und Kultur
CC 4.0 BY-SA

Deutsch sein

Das klingt banal, ist es aber nicht. Für Deutsche ohne Migrationshintergrund ist das Deutschsein oft etwas nebensächliches, eher ein Randaspekt der eigenen Identität. Russlanddeutsche haben zum Deutschsein einen anderen Bezug. Über lange Zeit wurden sie (oder ihre Eltern und Großeltern) für ihr Deutschsein diskriminiert, verfolgt und manchmal getötet. Und seit ihrer Ankunft in Deutschland müssen sie darum kämpfen, als Deutsche anerkannt zu werden. Nicht als deutsche Staatsbürger - das sind sie. Aber dafür, von ihren Mitmenschen nicht länger als 'Russen', sondern als Deutsche wahrgenommen zu werden.

Vor allem zur Zeit des Stalinismus waren die Russlanddeutschen Opfer von Verfolgung und Terror (siehe Kapitel 6.4).
Günther Herrler, Institut für digitales Lernen
Header Stalin Terror
CC 4.0 BY-SA

Opfer sein

Ein Identitätsaspekt für viele Deutsche ist es, Nachkomme von Tätern - Nationalsozialisten, Kriegstreibern, Völkermördern - zu sein. Die Russlanddeutschen zählten nun aber nicht zu den Tätern, sondern zu den Opfern der großen Verbrechen des 20. Jahrhunderts (siehe Kapitel 6). Es ist aber nicht leicht, in Deutschland über deutsche Opfer etwa des Zweiten Weltkriegs zu sprechen. Das heißt, dass russlanddeutsche Erinnerungen und Erfahrungen nur selten mitgeteilt und gehört werden.

Das eigene Haus aus eigener Kraft gebaut – ein Grund, stolz zu sein.

Stolz auf Eigenleistung

Russlanddeutsche sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie Länder von Migration profitieren können: Vor 250 Jahren haben sie durch Arbeit, Zähigkeit und Innovationsbereitschaft mitgeholfen, Russland zu modernisieren. Jetzt sind sie als Spätaussiedler in Deutschland erneut überdurchschnittlich fleißig, ehrgeizig und zielstrebig. Die Russlanddeutschen erreichen oft hohe Bildungsabschlüsse, sind selten arbeitslos und schaffen als selbstständige Unternehmer Arbeitsplätze. Sie helfen sich gegenseitig bevor sie den Staat um Hilfe bitten.

Anders als die anderen zu sein, kann auch eine Chance bedeuten.

Anders/Besonders sein

Die Erfahrung, anders als die Mitschüler, Kollegen oder Freunde zu sein, wird von Russlanddeutschen häufig gemacht. Das Mittagessen zu Hause, der Dialekt der Eltern, das Fernsehprogramm im Wohnzimmer - all das können Merkmale sein, durch die man sich von den anderen Deutschen unterscheidet. Im besten Fall kann dieser Unterschied aber auch positiv gedeutet werden: man ist etwas Besonderes. Man spricht vielleicht eine Sprache, die in Deutschland nur wenige beherrschen, man hat Erfahrungen gemacht, die andere nicht gemacht haben.

Aufgabe 2

  1. Ordne zu: Welche der im Text genannten Aspekte treffen auf alle Migrantengruppen zu, welche sind speziell russlanddeutsch? Begründe deine Entscheidungen.
  2. Finde Beispiele für die Altersabhängigkeit der oben genannten Identitätsaspekte. Warum sind manche Merkmale für einen 80-jährigen Russlanddeutschen wichtiger und andere für einen 16-jährigen?
  3. Sucht gemeinsam nach weiteren möglichen Identitätsaspekten, die spezielle russlanddeutsch sind.

Darstellung 2

Eine ältere Russlanddeutsche über ihr Leben in Deutschland

Unter den Suchbegriffen 'Russlanddeutsche Oma' findest du auf YouTube ein Interview mit einer älteren Russlanddeutschen über ihr Leben in Deutschland.

Quelle 1

Helene Fischer über ihre russlanddeutsche Herkunft

Helene Fischer stammt aus einer russlanddeutschen Familie. Ihre Großeltern lebten ursprünglich an der Wolga und wurden 1941 nach Sibirien deportiert. Dort, in Krasnojarsk, wurde Helene Fischer am 5. August 1984 geboren. Ihr Vater, Peter Fischer, arbeitete als Sportlehrer, ihre Mutter, Maria Fischer, war Ingenieurin. Im Jahr 1988 siedelte Helene Fischer mit ihrer Familie nach Deutschland über. Sie ist heute die erfolgreichste Künstlerin der Unterhaltungsmusik in Deutschland. In diesem Interview erzählt sie kurz ihre Geschichte.

Darstellung 3

Was sind 'Bleibehilfen' für Minderheiten?

Bleibehilfen sind Maßnahmen, die von deutschen Bundesregierungen nach 1990 entwickelt wurden, um Angehörigen der deutschen Minderheit oder Deutschstämmigen in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, vor allem in Russland, sowie in Polen, aber auch in anderen postkommunistischen Staaten zu helfen und sie zu einem Verbleib in ihrer Wohnregion zu motivieren. Angehörige der deutschen Minderheiten in diesen Ländern hatten und haben das Recht, als Aussiedler bzw. Spätaussiedler nach Deutschland einzuwandern.

Bleibehilfen bestehen aus:

  • Gemeinschaftsfördernden Maßnahmen: Begegnungsstättenförderung, außerschulischem Sprachunterricht (in Russland und Kasachstan), Förderung der Selbstorganisationen der deutschen Minderheit zusammen mit kulturellen und bildungspolitischen Hilfen des Auswärtigen Amtes.
  • Wirtschaftsprojekten: investiven Großprojekten, kleineren Wirtschaftshilfen in Form von Existenzgründungsdarlehen für Kleingewerbe und Handwerk, Darlehen zur Wohnraum- und Arbeitsplatzbeschaffung in Russland, Landwirtschaftshilfen sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Angehörige der deutschen Minderheit.
  • Hilfen im medizinischen Bereich.
  • Hilfen im Sozialbereich.
  • Wirksamkeitskontrollen.

3. Die Sache mit dem Deutsch-sein

Die Russlanddeutschen kommen nach Deutschland und alles ist anders als sie gedacht haben. Die Kultur und Gesellschaft sind verwirrend vielfältig. Altes deutsches Brauchtum - Trachten, Lieder, Tänze - wird von vielen Deutschen belächelt oder gar als antiquiert und nationalistisch abgelehnt. Es gibt Menschen die türkische und vietnamesische Namen haben und dennoch behaupten, deutsch zu sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Das soll Deutschland, die Heimat der Vorfahren sein?

Die Russlanddeutschen kommen nach Deutschland und die deutsche Gesellschaft ist verwirrt. Da kommen Menschen mit einen seltsamen Dialekt, die untereinander oft russisch sprechen, aber beleidigt reagieren, wenn man sie Russen nennt. Menschen, die darauf bestehen, anders als die anderen Migranten zu sein, weil sie ja deutsch sind. Die sich aber ähnlich verhalten wie die anderen Migranten: Sie bleiben gern unter ihresgleichen, haben ihre eigenen Läden, ihr eigenes Essen, ihr eigenes Fernsehen. Wenn die wirklich deutsch sind, warum sind die dann so anders?

Die Lösung dieses Problems liegt vielleicht darin, anzuerkennen, dass es viele Arten und Möglichkeiten gibt, deutsch zu sein. Oder, wie es Dr. Katharina Neufeld im Interview unten ausdrückt: "Wir sind anders, das ist aber nicht schlimm."

Quelle 2

Düsseldorfer Erklärung der Deutschen aus Russland

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen aus Russland in Nordrhein-Westfalen sind gesetzestreue Mitbürgerinnen und Mitbürger, gut integriert und schätzen es sehr, dass wir in einem freiheitlichen, demokratischen Rechtstaat leben. Wir lehnen jeglichen Verstoß gegen die Werte unseres Grundgesetzes und andere Rechtsvorschriften ab. Wir treten deshalb entschieden jeglicher Form von Hetze, Hass und Gewalt gegen Ausländer einschließlich der "neuen" Flüchtlinge entgegen. Dies schließt im Besonderen die Ablehnung der unsäglichen Propaganda über russische Medien, das Internet und soziale Netzwerke ein. Wir verurteilen jegliche Form der Zusammenarbeit mit rechtsradikalen Kräften. [...]

Es fehlt uns an Anerkennung für unseren Beitrag zur politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung unseres Landes. Die Gesellschaft möge anerkennen, dass wir fleißige, anständige und hilfsbereite Mitbürgerinnen und -bürger sind, die sich auch bei der Integration der "neuen Flüchtlinge" engagieren. Es ist notwendig, dass nicht nur wir auf andere zugehen, sondern, dass auch auf uns zugegangen wird.

Quelle: Düsseldorfer Erklärung der Deutsche aus Russland im Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen Nordrhein-Westfalen; Mitglieder der Landesvorstände der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, LMDR e.V., VIRA e.V. und des Jugendverbandes JSDR e.V. sowie von weiteren Funktionsträgern der Deutschen aus Russland in Nordrhein-Westfalen, 5. Februar 2016, online einsehbar unter: http://www.landesbeirat.nrw.de/materialien/LBR3.pdf.

Aufgabe 3

  1. Überlege dir, was für dich heute 'typisch deutsch' ist. Trage deine Merkmale in einer Spalte einer Tabelle ein.
  2. Befrage deine Eltern danach, was für sie 'typisch deutsch' ist. Notiere deren Antworten in einer weiteren Spalte.
  3. Vergleiche die Angaben in den beiden Spalten. Stelle dazu Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest.

4. Die Rück-Rückkehrer

'Menschen befugt sind zu leben wo immer sie wollen', Willkommenssäule vor einem Flüchtlingswohnheim in Bremen.

Nach der Ankunft in Deutschland standen nicht wenige Russlanddeutsche vor großen Schwierigkeiten. Neben den Problemen des Neuanfangs erlebten viele Spätaussiedler auch Einsamkeit und Isolation. Andere merkten, dass ihnen die kasachischen oder russischen Herkunftsgebiete mehr ans Herz gewachsen war, als sie gedacht hatten.

Auf einmal erschien daher manchen Spätaussiedlern das frühere Leben gar nicht so schlecht, mitunter sogar einfacher und gemeinschaftlicher. Mit dem Ersparten aus Deutschland konnte man in Russland oder anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion vielleicht sogar ein kleines Haus bauen oder einen Betrieb gründen – so ihre Hoffnung.

Manche Russlanddeutschen entscheiden sich, nach Russland oder Kasachstan zurückzukehren. Wie viele Menschen das tun, ist nicht genau zu sagen. Es handelt sich in jedem Fall um eine kleine Gruppe. Fest steht aber, dass seit einiger Zeit in den russischen und kasachischen Herkunftsgebieten der Spätaussiedler wieder russlanddeutsche Rückkehrer eintreffen. Und sie wollen bleiben.

Darstellung 4

Ein Bericht über russlanddeutsche Rück-Rückkehrer

Hier von russlanddeutschen Rückkehrern nach Russland berichtet. Dabei werden einzelne Personen und ihre Beweggründe dargestellt.

Marina Wilms hat erst vor kurzem über ihre Zukunft entschieden. Seit zwei Jahren lebt sie wieder [...] in einem sibirischen Dorf. [...] Ihr Dorf Protassowo liegt in der [Umgebung] von Halbstadt, dem Zentrum des Deutschen Nationalrajons im Altai [...]. Die Lebenswege der russlanddeutschen Heimkehrer ähneln sich, gespeist aus ihrer kollektiven Geschichte: Weltkrieg und Vertreibung nach Sibirien, die Aussiedler-Welle nach der Wiedervereinigung, das Pulsieren zwischen zwei grundverschiedenen Ländern.

Zuvor hatte Marina 21 Jahre in Gütersloh gelebt. Nun übersetzt sie beim Forum in Omsk für Gäste aus Deutschland. Auch die 36-Jährige spricht von "Herzgefühl, Heimat und der Mentalität der Leute", wenn sie nach den Gründen für ihre späte Rückkehr gefragt wird. Die Entscheidung sei gemeinsam gefällt worden. Und das auf gut Glück - jetzt müssen sie sich und ihren Kindern ein neues Leben aufbauen. [...]

Marina ist nicht enttäuscht von Deutschland: "Ich bereue es nicht, 20 Jahre meines Lebens dort verbracht zu haben. Aber die Heimat hat gerufen." Wie [andere Russlanddeutsche] hatte Marina es schwer, eine Arbeit zu finden. Erst seit September dieses Jahres hat sie eine Stelle in der Dorfverwaltung, leitet nebenbei den deutschen Kulturverein im Nachbardorf. Ein besseres Leben hätten ihre Eltern einst in Deutschland gesucht. Marina glaubt jetzt, dass sie es in Sibirien gefunden hat.

Bojan Krstulovic, Sterne in der Steppe. Zu Besuch bei Russlanddeutschen, die ihr Glück wieder in Sibirien suchen, Moskauer Deutsche Zeitung, 4.12.2014 (www.old.mdz-moskau.eu/sterne-der-steppe/ [23.11.2016]).

Aufgabe 4

  1. Suche nach Gründen dafür, dass russlanddeutsche Spätaussiedler entweder Deutschland oder Russland/Kasachstan etc. als Heimat ansehen. 
    Beziehe dabei das Kapitel Kapitel 3.3 ein.
  2. Erstelle eine Tabelle mit zwei Spalten. Die eine Spalte erhält die Überschrift: 'deutsche Heimat', die andere Spalte: 'russische/kasachische Heimat'.
    Trage die Gründe in die Tabelle ein.
  3. Diskutiert in der Gruppe folgende Fragen: 
  • Hört ein Russlanddeutscher irgendwann auf, ein Russlanddeutscher zu sein? 
  • Ist man irgendwann nur noch russisch oder nur noch deutsch? Diskutiert in Kleingruppen und vergleicht eure Ergebnisse.