Michail Gorbatschow, Generalsekretär der KPdSU, begann nach seiner Machtübernahme eine echte Friedens- und Abrüstungspolitik. Dazu gehörten auch Reisen in westliche Staaten, wo er oft als Reformer der Sowjetunion gefeiert wurde. Das Bild zeigt seinen Aufenthalt in Bonn, der früheren Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, während eines Staatsbesuchs 1989. Die Menschen jubelten ihm zu. Sie hofften, dass die Grenzen zum Osten geöffnet würden und Ost- und Westdeutschland und Europa wieder zusammenwachsen könnten.
In der Bundesrepublik Deutschland erschien im Jahr 1989 ein Buch Gorbatschows, in dem er seine Vorstellungen von einem neuen, friedlichen und zusammenarbeitenden Europa darlegte. Es hieß: 'Das gemeinsame Haus Europa und die Zukunft der Perestroika'.
Günther Herrler, Institut für digitales Lernen
Michail Gorbatschow: Perestroika
CC 4.0 BY-SA
Die Mauer ist gefallen. Menschen aus Ost und West können wieder zusammenkommen.
Die Idee von einem Europa des Friedens und Wohlstands ist nur teilweise verwirklicht worden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1990 sind wieder vielfältige Verbindungen zwischen Ost- und Westeuropa entstanden. Viele mittel- und osteuropäische Länder sind auch Mitglieder der Europäischen Union geworden. In den Ländern des früheren Jugoslawien, in Tschetschenien, Georgien oder der Ukraine hat es aber auch wieder Krisen und Kriege gegeben.
Günther Herrler, Institut für digitales Lernen
europäischer Wagen Ukraine?
CC 4.0 BY-SA