Über lange Zeit war Europa ein Kontinent des Krieges und der Konflikte. Die verschiedenen Völker und Nationen, die hier auf so engem Raum zusammenlebten misstrauten einander und bekämpften sich häufig. Diese Karte stellt Europa zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 dar.
Mitte des 20. Jahrhunderts, nach zwei Weltkriegen, beschloss man, in Zukunft etwas anders zu machen: Statt sich zu bekämpfen sollten die Völker Europas ihre gemeinsamen Interessen suchen. Interessenkonflikte sollten in Verhandlungen und nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden. Hier siehst du den Plenarsaal des Europaparlaments in Straßburg, in dem Abgeordnete aus 28 EU-Staaten (mit Großbritannien) über die europäische Politik debattieren.
Aber ist die Zeit nationalistischer Kriege damit vorbei? Die EU, die USA, Russland und viele andere Staaten haben weiterhin eigene Interessen und versuchen diese durchzusetzen. Das führt immer wieder zu bewaffneten Konflikten, ob in der Ukraine, im Irak oder in Syrien. Die Geschichte Europas lehrt uns, dass es notwendig ist, die Interessen der Anderen anzuerkennen, ernstzunehmen und nach Kompromissen zu suchen, wenn man solche Konflikte beenden will.
Günther Herrler, Institut für digitales Lernen
europäischer Wagen Ukraine?
CC 4.0 BY-SA